Römerbrief, Kapitel elf: Wir dürfen uns auf keinen Fall über das jüdische Volk erheben!

Zunächst einmal möchte ich mitteilen, dass ich diesmal darauf verzichten möchte, meine Übersetzung des Textabschnitts direkt in diesem Artikel zu zitieren. Der Artikel würde sonst erstens zu lang und zweitens bevorzugen einige von euch vielleicht auch andere Übersetzungen und möchten sich nicht mit meinem umständlichen Schreibstil abquälen. Wer mag, findet meine Übersetzung hier. Bevor ich nun mit meiner Interpretation dieses Textabschnitts beginne, möchte ich noch darlegen, was der doch sehr abstrakt anmutende Gedanke, Jesus sei für unsere Sünden am Kreuze gestorben, für mich bedeutet.

Bevor Jesus kam, lebten die meisten heidnischen Völker nach Regeln, welche wir heute als im höchsten Maße inhuman beschreiben würden. Im Wesentlichen lassen sie sich so zusammenfassen, dass nur der erfolgreiche, siegreiche und perfekte Mensch in diesen Gesellschaften eine Würde hatte. Behinderte Kinder wurden ausgesetzt[1] und arme, nicht erwerbsfähige Menschen, wenn überhaupt nur unterstützt, um Unruhen zu vermeiden. Den Gedanken an eine grundlegende Würde aller Menschen gab es bestenfalls unter einigen Philosophen und war kaum dazu geeignet, viele Menschen zu überzeugen. Erst durch die jüdischen Diasporagemeinden, welche nach und nach im gesamten Römischen Reiche entstanden, konnten die Nichtjuden sehen, dass man auch anders mit bedürftigen Menschen umgehen konnte. Doch beschränkte sich die Solidarität der Juden nur auf Angehörige des eigenen Volkes und Nichtjuden, die die jüdische Ethik für nachahmenswert hielten, blieb letztlich nur der Übertritt zum Judentum mit allen Ge- und Verboten, welche für Menschen, die damit nicht aufgewachsen sind, durchaus abschreckend wirken können. Also musste eine Idee her, wie Nichtjuden die wesentlichen göttlichen Gesetze befolgen könnten, ohne deswegen Juden werden zu müssen. In dieser Situation sandte Gott seinen Messias Jesum das erste Mal unter die Menschen. Laut damaliger jüdischer Lehre mussten alle Sünden eines Menschen alljährlich durch die Opferung eines Bocks im Tempel in Jerusalem beglichen werden. Jesus, der Sohn Gottes, gab hingegen sein Leben, um unser aller Sünden zu begleichen – und Paulus hielt darum die durch die Propheten des Alten Testaments angekündigte Zeit für gekommen, in welcher Völker aus der ganzen Welt sich zu Israel und seinem Gott wenden und dadurch gerettet werden sollen. Daher war es für ihn wichtig, dass man auch als Nichtjude zu Gott finden könnte, ohne deshalb Jude werden zu müssen. Durch Jesu Tod und Paulus‘ Mission ist also der ethische Kernbestand der Thora, dass jedes Menschenleben heilig sei und wir darum gerade den Schwachen unserer Gesellschaft mit Liebe und Barmherzigkeit begegnen müssen, unter die Nichtjuden gekommen. Dies heißt natürlich ganz und gar nicht, dass nun alle Menschen ihre alten Laster vergessen und sich voll und ganz Gott zugewandt hätten. Dies ist auch natürlich bei weitem noch nicht das Ende von Not, Gewalt und Kriegen, weshalb die von Israels Propheten verkündigte messianische Zeit, in welcher die endgültige Heilung der Welt durch den Messias stattfinden wird, auch nur angebrochen und noch lange nicht abgeschlossen ist. Aber Jesu Wirken in der Welt war ein Anfang auf diesem Wege und jeder Mensch, der durch ihn gerettet worden ist und gerettet wird, ist ein Schritt hin zum endgültigen Himmelreich Gottes auf Erden.

Aber kommen wir zur Textinterpretation: Zwei wesentliche Aussagen lassen sich über diesen Text ziehen. Die eine betrifft vorrangig die Juden und die andere uns, die nichtjüdischen Christen. Einerseits legt Paulus hier in beeindruckender Weise Zeugnis ab über sein Verhältnis zwischen ihm und seinem Volke. Oft wird behauptet, Paulus hätte sich nach dem Damaskus-Erlebnis vom Judentum gelöst und erklärt, die Thora sei nach Jesu Tode null und nichtig. Er macht in seinen Briefen immer wieder deutlich, dass er sich nicht nur selbst als Juden sieht, sondern sehr wohl auch die Thora selbstverständlich nach wie vor als gültig erachtet, ja, sogar behauptet, nur, wer an Jesum glaubt, erfülle sie wirklich[2]. Auch nichtjüdische Anhänger Jesu müssen laut Paulus und den anderen Aposteln den ethischen Kern der Thora verinnerlichen und ihn befolgen[3]. Seine Aufgabe war die Heidenmission und doch predigte er immer zuerst in den Synagogen, wenn er in eine neue Stadt kam. Es muss ihn sehr geschmerzt haben, dass die meisten Juden seiner Lehre nicht folgen wollten. Das heißt, sie erkannten Jesum entweder nicht als Messias an oder unterstützten Paulus‘ Lehre nicht, dass auch Nichtjuden Gnade durch Jesum finden könnten und zwar ohne die Vorschriften der Thora im Detail befolgen zu müssen – für Paulus kam das letztlich aufs Selbe hinaus. Gerade dies war ein sehr heftig geführter Streit im frühen Christentum, welches nun einmal als innerjüdische Bewegung begann. Es wird in diesem Text deutlich, dass Paulus die Wiederkehr Jesu erst dann erwartet, wenn auch der letzte Jude zum Glauben an Jesum gefunden habe.

Die zweite Aussage ist für uns nichtjüdische Christen auch in der heutigen Zeit als Erinnerung und Mahnung zu betrachten: Die Juden sind und bleiben Gottes auserwähltes Volk, symbolisiert durch den Ölbaum. Da Jesus für unsere Sünden am Kreuze gestorben ist, haben nun auch wir Nichtjuden die Möglichkeit, Teil dieses Volkes zu werden und damit von der Herrschaft der Sünde befreit zu werden. Das wird aber nicht gelingen, wenn wir uns gegen die Juden wenden und damit denselben Fehler machen, wie die Juden, die zu Jesu Lebzeiten ihn nicht als Messias erkannten bzw. selbst nach seinem Tode und seiner Wiederauferstehung gegen seine Anhänger gewaltsam vorgingen. Leider ist genau das in der Geschichte des Christentums viel zu oft geschehen, weshalb gerade wir äußerst vorsichtig damit sein sollten, Juden wegen ihrer Ablehnung Jesu als Messias oder ihrem angeblich engstirnigen Gesetzesglauben[4] zu verurteilen – zumal wir es heute im großen Gegensatz zu Paulus ausschließlich mit Juden zu tun haben, die keine Möglichkeit gehabt haben, Jesu Wirken auf Erden und seine Wiederkehr von den Toten selbst miterleben zu können. Gott vergibt dem Zweifelnden und verdammt nur denjenigen, der Gottes Wirken auch dann leugnet, wenn er selbst Zeuge davon wird, was unser Herr Jesus selbst eindeutig sagte: „Wer ein Wort gegen den Sohn des Menschen sagt, dem wird vergeben werden, wer aber ein Wort gegen den Heiligen Geist sagt, dem wird nicht vergeben werden, weder in dieser Welt noch in der zukünftigen[5].“ Wir haben also, sofern dies möglich ist, noch weniger Grund, uns über nicht an Jesum glaubende Juden zu erheben, als die ersten von Paulus bekehrten nichtjüdischen Christen.

Aber zurück zu Paulus: Die Juden, die sich gegen Jesum und seine Anhänger wandten, sind durch ihre Taten zwar verdammt, aber das galt vor Jesu Tode auch für die Nichtjuden, die nur durch Jesu Tod Vergebung für ihre Sünden finden können – und dies wäre nicht möglich gewesen, wenn Jesus vorher nicht durch seine jüdischen Feinde an die Römer zur Kreuzigung ausgeliefert worden wäre. Wenn alle Juden Jesum als ihren Messias anerkannt hätten, wäre zwar ganz Israel erlöst worden, nicht aber die Nichtjuden. Also hat Gott laut Paulus einen Großteil der Juden verblendet, damit auch die Nichtjuden Erlösung finden können. Genauso, wie Gott viele Juden verblendet und viele Nichtjuden zum Glauben gebracht hat, kann er jederzeit den Spieß wieder umdrehen. Glaube ist kein Resultat unseres freien Willens, sondern kommt immer und ausschließlich von Gott. Gerade in Zeiten der Not sind wir auf Gottes Hilfe angewiesen, damit wir unseren Glauben nicht wieder verlieren. Genauso, wie wir unseren Glauben jeder Zeit verlieren können, können gerade die Juden, die noch nicht an Jesum glauben und nur um unser wegen von Jesu Erlösung ferngehalten wurden, doch noch zum Glauben finden – wofür Paulus selbst das beste Beispiel ist. Wenn die Verdammung dieser – zu Lebzeiten Jesu und Paulus‘ lebenden! – Juden notwendig war, um den Nichtjuden die Möglichkeit zu geben, sich mit Gott zu versöhnen, was muss es dann bedeuten, wenn diese Juden erneut von Gott zum Glauben geführt werden – sie waren praktisch schon tot und wurden wieder lebendig. Für mich deutet Paulus hier an, dass dies Jesu Wiederkehr ankündigen werde. Dann wird die Welt endgültig erlöst werden.

Schon jetzt haben wir, wenn wir unseren Glauben wirklich verinnerlicht und die Bibel in ihren Kernaussagen verstanden haben, mit den Juden sehr viele Dinge gemein und wir können einiges von ihnen über den Umgang mit der Schrift lernen. Wir sind mit unseren jüdischen Geschwistern in unserem Glauben vereint, dass der Messias kommen werde, um die Welt zu erlösen – wir unterscheiden uns von den nicht an Jesum glaubenden Juden lediglich dadurch, dass für uns der Messias schon einmal auf Erden gewesen ist. Auch nicht an Jesum glaubende Juden können hingegen vielleicht anerkennen, dass gerade durch Paulus‘ Wirken viele Nichtjuden[6] zum Glauben an den Gott Israels gefunden und die ethische Kernessenz der Thora verinnerlicht haben. Amen!

[1] Die ersten Berichte über Juden seitens griechischer Gelehrter nach den Eroberungen Alexanders des Großen drücken Verwunderung darüber aus, dass die Juden keines ihrer Kinder aussetzen und keine Menschenopfer darbringen. S. „Die Juden. Ein historisches Lesebuch.“ 57-59.

[2] U.a. Römer, 3:31.

[3] Dazu zählen u.a. gerade die Bestimmungen über verbotene sexuelle Beziehungen, was Paulus gerade in den Korinther-Briefen sehr eindeutig ausführt.

[4] Das Judentum ist letztlich genauso eine Gnadenreligion, wie das Christentum, auch, wenn Gläubige beider Religionen das gerne vergessen und Gott das Urteilen über ihre Mitmenschen abnehmen wollen.

[5] Matthäus 12:32.

[6] wenn auch bei weitem nicht alle, die sich selbst als Christen bezeichnen, aber das ist ein Problem aller Weltreligionen

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Römer 11

Ich sage also: Hat Gott etwa sein Volk verstoßen? Das möge nicht geschehen! Denn auch ich bin Israelit, aus Abrahams Samen, dem Stamme Benjamin. Gott hat sein Volk nicht verstoßen, welches er zuvor auserwählt hatte. Oder wisst ihr nicht, was die Schrift im Buche Elijah sagt, wie Elijah Gott gegen Israel anruft? „Herr, deine Propheten haben sie getötet, deine Altäre haben sie niedergerissen und ich allein bin übrig geblieben und sie begehren auch meine Seele.“ Aber was sagt ihm die göttliche Antwort? „Ich habe mir siebentausend Männer übrigbehalten, die das Knie nicht vor Baal gebeugt haben.“ Selbiges gilt auch für die heutige Zeit: Ein Rest nach der Auswahl der Gnade ist entstanden. Wenn dies aber durch Gnade, dann nicht aufgrund von Werken, da sonst die Gnade nicht mehr Gnade wäre. Was dann? Was erstrebt Israel, was es nicht erlangt hat? Aber die Auserwählten haben es erlangt. Die Übrigen aber sind verstockt worden, so, wie geschrieben steht: „Gott hat ihnen einen Geist der Betäubung gegeben, Augen, dass sie nicht sehen und Ohren, dass sie nicht hören, bis zum heutigen Tage.“ David sagt: „Es werde ihr Tisch ihnen zur Schlinge, zum Fangnetz, zum Fallstrick und zur Wiedervergeltung, ihre Augen mögen verfinstert werden, damit sie nicht sehen und ihr Rücken für alle Zeit gebeugt sei.“

Ich sage also: Haben sie etwa gesündigt, damit sie fallen? Dies möge nicht geschehen! Aber durch ihren Fehltritt hat die Rettung der Heiden stattgefunden, was sie zur Eifersucht reizt. Wenn aber ihr Fehltritt der Reichtum der Welt und ihr Versagen der Reichtum der Heiden ist, um wie viel mehr ihre Erfüllung? Euch aber, den Heiden, sage ich in meiner Eigenschaft als Heidenapostel und meinen Dienst preise ich, damit ich vielleicht mein Fleisch eifersüchtig machen und einige von ihnen retten könne. Denn wenn ihre Verwerfung die Versöhnung der Welt ist, was ist dann ihre Wiederannahme wenn nicht Leben aus den Toten? Wenn aber das Erstlingsbrot heilig ist, dann auch der Teig und wenn die Wurzel heilig ist, dann auch die Zweige. Wenn aber einige der Zweige ausgebrochen worden sind, du aber als wilder Ölbaum[zweig] [an diesem Baume] unter ihnen befestigt worden bist und Teilhaber der Wurzel des Safts des Ölbaums geworden bist, dann stelle dich nicht über die Zweige! Wenn du dich aber über sie stellst, [dann wisse]: Nicht du trägst die Wurzel, sondern die Wurzel [trägt] dich! Du wirst nun sagen: „Die Zweige sind ausgebrochen worden, damit [Neues an dem Ölbaum] befestigt werde“. Gut! Wegen des Unglaubens sind sie ausgebrochen worden, du aber stehst fest dank des Glaubens. Denke nichts Überhebliches, sondern fürchte dich! Denn wenn Gott die Zweige gemäß der Natur nicht verschont hat, wird er vielleicht auch dich nicht verschonen. Sieh also Gottes Güte und Strenge! Einerseits die Strenge gegen die Gefallenen, andererseits Gottes Güte gegen dich, solltest du bei der Güte bleiben, da du sonst auch herausgehauen wirst. Aber jene, sollten sie nicht beim Unglauben bleiben, werden angebracht werden (am Ölbaum), denn mächtig [genug] ist Gott, sie wieder anzubringen. Denn wenn du aus dem naturgemäß wilden Ölbaum herausgehauen worden bist und widernatürlich an einen guten Ölbaum angebracht worden bist, um wie viel mehr werden naturgemäße Zweige an den eigenen Ölbaum angebracht werden.

Denn ich will nicht, dass ihr, Brüder, dieses Geheimnis nicht kennt, damit ihr nicht denkt, dass ihr klug wärt[1]. [Ich will vielmehr, dass ihr wisst,] dass Israel teilweise verstockt worden ist, bis alle Heiden angekommen seien und so ganz Israel gerettet werde, wie geschrieben steht: „Aus Zion wird der Retter kommen, er wird die Gottlosigkeiten von Jakob abwenden. Und dies ist ihnen auch der Bund von mir, wenn ich ihre Sünden wegnehme.“ Zwar sind sie hinsichtlich des Evangeliums Feinde euretwegen, aber hinsichtlich der Erwählung Geliebte wegen der Väter. Unwiderruflich sind nämlich die Gnadengaben und die Berufung durch Gott. Denn wie ihr einst Gott nicht gehorchtet, jetzt aber mit Erbarmen beschenkt worden seid wegen ihres Ungehorsams, so sind auch diese jetzt ungehorsam gewesen wegen der Barmherzigkeit gegen euch, damit auch sie jetzt mit Erbarmen beschenkt werden, denn eingeschlossen hat Gott alle in Ungehorsam, um sich aller zu erbarmen.

Oh Tiefe von Reichtum, sowohl an Weisheit als auch an Gotteserkenntnis! Wie unerforschlich sind seine Gerichte und unaufspürbar seine Wege! Denn wer hat die Absicht des Herrn erkannt? Oder wer ist sein Ratgeber gewesen? Oder wer hat ihm zuvor [etwas] gegeben, sodass es ihm wiedervergolten würde? Denn von ihm und durch ihn und zu ihm ist alles. Ihm ist die Ehre für alle Ewigkeit! Amen.

[1]  Wörtlich: „damit ihr nicht bei euch selbst klug seid“

Der Rabbiner und der verlorene Geldbeutel

Heute soll lediglich eine Geschichte wiedergegeben nacherzählt werden, welche in dem Ulpan[1]-Lehrbuch stand, mit welchem wir im Modernhebräisch-Sprachkurs an der Uni arbeiteten. Ich bekenne, ich habe mir nicht die Mühe gemacht, die Geschichte nochmal rauszusuchen und zu übersetzen, obwohl es sicherlich keine schlechte Idee gewesen wäre, um mein Hebräisch nochmal ein wenig aufzufrischen. Es ist also auch durchaus möglich, dass die Wiedergabe dieser Geschichte auf diesem Blog ein wenig von meiner Fantasie angereichert werde, aber genau das ist ja eigentlich das Schöne am Geschichtenerzählen.

Die Geschichte erinnert wieder einmal daran, dass der grundlegende Gedanke der christlichen Lehre, dass wir alle sündhafte Wesen seien, die ohne Gottes Hilfe niemals zu ihm/ihr finden können, schlicht ein jüdischer Gedanke ist. Aber kommen wir endlich zur Sache:

Ein Rabbiner schaut aus dem Fenster und fragt einen zufällig vorbeilaufenden Passanten: „Wenn du einen Geldbeutel fändest, mit viel Gelde, aber auch mit einem Zettel mit der genauen Adresse des Besitzers, den du zwar nicht kenntest, von dessen Adresse du aber wüsstest, dass er in einem sehr armen Viertel wohnt und das Geld, was du vor dir hast, vermutlich alles Geld ist, was er zurzeit bar zur Verfügung hat: Würdest du ihm dann das Geld zurückbringen?“ Der Passant antwortet: „Natürlich würde ich dem armen Manne das Geld sofort vorbeibringen!“ Die Antwort des Rabbiners: „Ein Narr bist du!“ Kurz darauf fragt er einen zweiten Passanten, der das kurze Gespräch des Rabbiners mit dem ersten Passanten mitbekommen hat, dieselbe Frage. Der zweite Passant möchte auf den Rabbiner besonders schlau wirken und sagt: „Den Geldbeutel mit seinen Ausweisen würde ich dem Manne natürlich zurückgeben, aber das Geld würde ich behalten. Es ist schließlich nicht mein Problem, wenn er nicht mit Gelde umgehen kann.“ Die Antwort des Rabbiners: „Ein hartherziger Dieb bist du!“

Der Rabbiner ist schon ganz resigniert, weil er immer noch nicht die Antwort bekommen hat, welche er eigentlich hören will. Schließlich entscheidet er sich aber noch für einen letzten Versuch und fragt einen dritten Passanten. Dessen Antwort lautet: „Wie kann ich wissen, wie ich mich in solch einer Situation verhalten würde? Gewiss wäre es richtig, dem Manne das Geld wieder zurückzugeben, aber ich habe selbst nicht viel und ich habe eine große Familie zu versorgen. Ich weiß nicht, ob ich in solch einer Situation die Kraft hätte, das Geld zurückzugeben. Schließlich kenne ich diesen Mann nicht und im Gegensatz zu meiner Familie empfinde ich nichts für ihn. Aber mit Gottes Hilfe würde es mir sicherlich gelingen, das Richtige zu tun.“ Der Rabbiner: „Ein weiser Mann bist du!“

[1] Ein Ulpan ist eine Schule, in welcher jüdische Neueinwanderer in Israel Hebräisch in möglichst kurzer Zeit in Intensivkursen erlernen sollen.

Losung zum Gründonnerstag: Jesus war ein Mensch und ein Freund

Heute[1] ist es mal wieder an der Zeit, ein wenig über den heutigen Losungstext zu schreiben, allerdings werde ich mir diesmal nur den Text aus dem Neuen Testament vornehmen. Es handelt sich um Markus 14:34, aber damit der Gesamtkontext deutlicher werde, habe ich alles von 33-36 übersetzt:

„Er (Jesus) nahm[2] Petrus, Jakob und Johannes mit sich und begann zu zittern und sich zu fürchten. Er sagte ihnen: „Tiefbetrübt ist meine Seele bis zum Tode, bleibt hier und passt auf!“ Nachdem er ein wenig vorausgegangen war, warf er sich auf die Erde und betete, dass, wenn es möglich sei, die Stunde an ihm vorüberginge und er sagte: „Abba – Vater, alles ist dir möglich, nimm diesen Kelch[3] von mir. Doch es geschieht nicht, was ich will, sondern was du willst.“

Egal wie man zu der Frage stehe, ob Jesus nun mehr göttlich oder mehr menschlich gewesen sei[4], war er auf jeden Fall menschlich genug, um wegen seines nahenden Todes, welchen er kommen spürte, eine tiefe Verzweiflung zu empfinden. Das zeigt uns, dass er unter denselben Sorgen und Ängsten litt, wie jeder von uns und daher seine Botschaft der Liebe und Vergebung nicht von oben herab predigte, sondern als einer von uns. Jesus war kein menschlicher Gott, dem sein nahender schmerzvoller Tod am Kreuze kalt gelassen hätte. Erst recht war es ihm nicht möglich, seine Feinde durch überirdische Kräfte zu besiegen, wie es die Götter und Helden so vieler Geschichten taten. Übermenschlich scheinende Kräfte verlieh ihm Gott nur, wenn es galt, anderen Menschen zu helfen, nicht, um ihnen zu schaden oder gar zu töten, und wäre es, um sein eigenes Leben zu retten. Jesus war ein Mensch und all dem Leide, all dem Gräuel auf diesem Planeten genauso hilflos ausgesetzt, wie wir und genauso wie wir verstand auch er nicht immer Gottes Pläne und war seiner/ ihrer Allmacht letztlich schutzlos ausgeliefert.

Mir zeigt diese Geschichte, dass Jesus ein von Gottes Liebe erfüllter Freund und Lehrer ist, der mir zeigen kann, ein besserer Mensch zu werden und eben kein Gott, vor dem ich im Staube knien müsste. Dies wird letztlich in der ganzen Passionsgeschichte in allen vier Evangelien sehr deutlich, aber ich hielt die Gelegenheit angesichts der heutigen Losung zum Gründonnerstag für günstig, um das anhand dieses konkreten Beispiels zu zeigen.

Karl Hollerung

[1] Isländische Zeit 😉

[2] Im Original wird mit παραλαμβάνει eine Präsensform verwendet, aber es ist im Deutschen äußerst unschön, permanent zwischen den Zeitformen zu wechseln, weshalb ich es vorgezogen habe, im Präteritum zu bleiben. Der permanente Wechsel zwischen Präsens und Präteritum scheint ein Stilmittel zu sein, welches zumindest Markus öfters verwendet, denn es zieht sich auch durch den späteren Text.

[3] Dieses Schicksal

[4] Ich persönlich denke, Jesus war nicht göttlicher als jedes andere Lebewesen, welches Gott erschaffen hat, auch.

Losung vom heutigen Sonntag, dem 13. März 2016: Auf Gottes Urteil vertrauen

Mich hat die heutige Losung[1] sehr zum Nachdenken angeregt und ich habe mir daher gedacht, darüber einen Blogartikel zu schreiben, allein schon, um meine Gedanken dazu zu sortieren. Möglicherweise mache ich das in Zukunft öfters, wenn Losungstexte mich sehr zum Nachdenken anregen und ich die Zeit dafür habe (sonst eventuell auch einige Tage nach dem eigentlichen Tage der Losung).

Als erstes werde ich sie übersetzen, und zwar nicht nur die Ausschnitte, welche in der Losung stehen, sondern die kompletten Abschnitte, in welchen sie stehen. Anschließend werde ich meine Gedanken dazu zusammentragen.

Der Losungstext aus dem Tenach[2] ist Jeremia 11, 20: „[3]יהוה der Heerscharen, der du gerecht richtest und sowohl Niere als auch Herz prüfst, ich will deine Rache über sie sehen, weil ich dir meinen Rechtsstreit anvertraue.“

Der Losungstext aus dem NT lautet 1. Petrus 21 und 23, wobei ich der Vollständigkeit halber auch gleich 22 mit übersetze: „Denn dazu seid ihr berufen worden, weil auch Christus für euch litt, wobei er euch ein Vorbild hinterlassen hat, damit ihr seinen Spuren folgt. Er beging keine Sünden und in seinem Munde wurde nie eine Lüge gefunden. Er beleidigte niemanden, obwohl er selbst beleidigt wurde. Er drohte niemandem, obwohl er litt. Er überließ dies dem gerechten Richter.“

Bereits aus dem Tenach-Text geht hervor, dass Jeremiah die Rache an seinen Feinden nicht selbst vornehmen will, sondern dies lieber Gott überlässt. An der Schuld von Jeremiahs Konfliktpartnern besteht jedoch kein Zweifel. Es handelt sich bei diesen Konfliktpartnern nämlich mal wieder um das Volk Israel, welches den kanaanitischen Göttern, allen voran Baal, huldigt, obwohl es die Botschaft des einen Gottes sehr wohl kennt. In der Bibel werden jene, die Gottes Botschaft kennen und sie dennoch nicht befolgen, besonders hart bestraft, so auch in diesem Falle. Jeremiah weiß darum um Gottes Strafgericht für sein Volk und sieht daher keinen Anlass, es selbst zu bestrafen. Was anderes bleibt ihm eigentlich auch gar nicht übrig, wenn er Gottes Gesetzen treu bleiben will. Wenn ein ganzes Volk verstockt ist, was kann ein Einzelner dagegen ausrichten? Es besteht aber in solch einer aussichtslosen Situation immer die Gefahr, zu verbittern und den Glauben an Gott angesichts dieses ganzen Übels unter den Menschen zu verlieren. Jeremiah wiedersteht dieser Versuchung aber, indem er sich ganz auf Gott verlässt und darauf vertraut, dass seine Strafe über das Volk komme und es so vielleicht läutere. Am Ende passiert genau das, allerdings in einem schlimmerem Ausmaße, welches auch für Jeremia nur schwer zu verkraften ist: Auch er beklagt die Zerstörung des Tempels durch die Babylonier und die Verschleppung eines Großteils des Volkes nach Babylon bitterlich, nachdem er vorher alle Verfolgungen, welche er durch seine Landsleute ob seiner unbequemen Prophezeiungen erleiden musste, brav durchlitt und Gottes Auftrag, dem Volke seine Botschaft zu übermitteln, trotzdem treu ausführte. Aber was auf den Zeitgenossen Jeremiah so grauenhaft wirkte, sollte sich auf das Volk Israel schließlich gut auswirken: Erst durch das Babylonische Exil wurde es nämlich wirklich zu einem wirklich monotheistischen Volke und ließ die kanaanitischen Götter hinter sich. Die Strafe Gottes war in all ihrer Grausamkeit notwendig, um das, was Jeremiah sich erträumt hatte, Wirklichkeit werden zu lassen.

Selbiges gilt auch für Jesus: Auch er verbitterte nicht ob der Verstocktheit seiner Mitmenschen, sondern predigte ihnen treu Gottes Wort. Selbst am Kreuze beklagte er sich nur bei Gott direkt: Mein Gott, mein Gott, warum hast du mich verlassen[4]. Es kam ihm aber selbst bei den unfassbar brutalen Qualen, welche er durchlitt, nicht in den Sinn, die Menschen, die ihm das antaten, zu verfluchen, sondern er erbat im Gegenteil sogar Gottes Vergebung für sie, da sie nicht wüssten, was sie täten[5]. Gerade, weil er die Beleidigungen und Drohungen seiner Mitmenschen mit Würde und Gottvertrauen ertrug, konnte er mit seiner Botschaft der Liebe Gottes so viele Menschen erreichen und damit Gottes Auftrag erfüllen. Petrus verlangt genau dasselbe Gottvertrauen auch von seinen Anhängern.

Und genau das muss bis heute von allen Menschen, denen Gottes Botschaft wichtig ist, verlangt werden: Auch angesichts der schlimmsten Umstände und der grausamsten Mitmenschen dürfen wir nicht verzweifeln, sondern wir müssen stark bleiben und für unsere Mitmenschen da sein. Wenn uns das gelingt, dienen wir somit als Vorbild für andere Menschen und je mehr Menschen sich aus freien Stücken dazu entschließen, Gottes Botschaft zu vertrauen, desto besser. Was wir aber auf keinen Fall dürfen, ist, uns gegen die Menschen zu wenden, denen Gottes Botschaft nicht nur gleichgültig ist, sondern die sich auch gegen uns und andere Menschen wenden und ihnen Gewalt antun. Wir dürfen darauf nicht mit Gegengewalt reagieren (außer, es gehe um unmittelbare Selbstverteidigung), sondern sind aufgefordert, Gott das Urteil über diese Menschen zu überlassen, auch, wenn Gottes Urteil manchmal furchtbar ist und auch Unschuldige trifft. Aber am Ende hat er mit dem babylonischen Exil aus den Juden endgültig sein Volk gemacht und auf den Zweiten Weltkrieg und die Shoah folgte die bislang längste Friedensperiode in der europäischen Geschichte[6] sowie die Gründung des Staates Israel, welcher mit einer beispiellosen Humanität selbst seinen schlimmsten Feinden gegenüber als leuchtende Insel  in einem immer brutaler werdenden Nahen Osten erscheint. Es ist also nicht vergebens, uns auf Gott zu verlassen und letztlich bleibt uns eben nichts anderes übrig, denn rächen wir uns selbst an unseren Peinigern, werden wir früher oder später zwangsläufig, ohne es zu merken, abscheuliche Dinge tun, ob derer Gott uns ebenfalls richten wird.

Es gibt noch einen weiteren Grund, warum wir uns nicht selbst über unsere Mitmenschen erheben dürfen: Wir wissen schlichtweg nicht, warum sie so handeln, wie sie handeln. Jedenfalls wissen wir das längst nicht so gut wie Gott, denn wir beurteilen andere Menschen immer mehr oder weniger oberflächlich. Nur Gott allein kennt die Motive der Menschen wirklich im Detail. Der Mensch sieht seinem Gegenüber ins Auge[7], Gott aber sieht ins Herz[8]. Was gibt uns also das Recht, unser Urteil über Gottes Urteil zu stellen, ein Urteil, welchem wir uns auch selbst permanent stellen müssen.

Karl Hollerung

[1] Dank der isländischen Uhrzeit darf ich das nach wie vor so schreiben J

[2] Hebräische Abkürzung für „Tora, Nevi’im (Propheten) und Ketuwim (Schriften)“, die jüdische Bezeichnung für das Alte Testament, welche ich vorziehe, da ich es vermeide, den Tenach dem Neuen Testament unterzuordnen.

[3] Da unklar ist, wie man den Gottesnamen der hebräischen Bibel aussprechen und übersetzen soll, belasse ich es einfach bei der ursprünglichen Form.

[4] U.a. Markus 15:34

[5] Lukas 23:34

[6] Auch, wenn diese sich derzeit wohl dem Ende zuneigt, aber vielleicht kommt es ja doch noch anders, als man denkt, auch wenn ich mir beim besten Willen nicht vorstellen kann, wie.

[7] Sofern er nicht blind oder autistisch ist, aber derartige Feinheiten waren den Verfassern des Tenachs natürlich nicht bewusst.

[8] 1. Samuel 16, 7

Ávinningur giftingarmiðlara

Núna er ég loksins búinn að finna rómantiska hæfileika minn, haldið þið líklega. Í þessum texta ætla ég nefnilega að skrifa um leið hvernig hjónabönd eða aðrir mátar af samböndum (í rest textans er bara orðið „sambúð“ notað) geta orðið til, sem eru sæl fyrir báða makana og haldast í rest lífs þeirra. Það er því miður ekki sjálfsagt: Á Íslandi var skilnaðartíðni 2010 um 36,4%[1] og í Þýskalandi meira að segja fimtíu(!) prósent[2]. Gott sambúð er nefnilega ekki bara háð rómantík og ást og það er vandamál að mjög manneskur í vestlægum löndum meina það. Þess vegna ætla ég að skrifa fyrst eitthvað um mismunandi máta að finna maka, áður en ég ætla að skrifa um hvernig giftingarmiðlara geta leyst þessu vandamáli.

 

Mátar og möguleg vandamál að finna maka

Í fyrri tíðum – í óvestlægum menningum er það að hluta líka í dag svona – réðu fjölskyldurnar maka barna þeirra, að hluta líka með hjálp faglegra giftingarmiðlara. Tækifæri barnanna að velja sér maka sinn sjálf var – ef fyrirliggjandi – mjög skert. Það var líka óvenjulegt eða óhugsandi að búa sem einhleypingur en fólkið vantreysti líka óskynsamlegri tilfinningu og ást og vildi helst ráðgera hjónabönd[3]. Það virtist vera best fyrir alla og penningur og félagslegur staður voru oftast mikilvægri en ást.

En í dag leitar sérhver sjálfur að maka og einstaka ástæðan að velja maka er oftast sú að vera ástfanginn af honum. Finni maður ekki maka er hann bara einhleypingur og kannski reynir hann að finna maka í netinu. Það er í dag ekki vandamál eins og líka að sambúðir búi saman án þess að vera gift. Þessi þróun er líka með ávinninga og galla. Það er auðvitað gott ef maður getur valið ef og ef já með hverjum hann vilji lífa saman. En það er vandamál ef hann ákveður það bara vegna óskynsamlegrar og óstöðugrar tilfinningar og ástar[4]. Í gamla daga voru manneskjurnar kannski oftast rangar en þær voru bara réttar í vantrausti þeirra um ástina. Ástin gerir maður nefnilega oftast ekki að hugsa rökréttur. Hún er í upphafinu ekki meiri en mjög sterkur máti af kynferðislegri fýsn. Auðvitað er það hægt að hún þroskist að þessum máta af ást sem er nauðsynleg fyrir stöðugt og sælt samband en það gerist mjög oft ekki. Besta sönnun fyrir það er skilnaðartíðnin í Þýskalandi[5] og enginn veit hve mörg fleiri hjón forðast bara vegna kostnaðarins að leysa upp hjónaband þeirra. Það sýnir okkur skýr að það er eitthvað rangt með því hvernig fólkið hugsar í dag um sambúðir. Bara vegna þess að ég er ástfanginn af konu þarf það því miður alls ekki að þýða að hún sé fullkomni makinn fyrir mig.

En það er ennþá vandamál með hvernir fólk í dag hugsar um sambúðir: Mörgum manneskjum eins og mér sjálfum finnst það mjög erfitt að finna maka sjálfar. Ég til dæmis sem er einhverfur veit varla eitthvað um óskrifaðar félagslegar reglur og samskipti án orða. Þess vegna hef ég oft séð í lífi mínu að skoðun mín um hvernig maður finni maka var bara röng og einföld og að ég veit ekkert um það. Í leitinni að maka fer maðurinn með verka hlutverkinu og það er þess vegna alls ekki gott ef maðurinn veit ekkert neitt um það hvernig hann geti hafið samband með konunni í leið sem er samþykkt í samfélaginu. Auk þess kynnast makar sér í dag oftast í partíum og öðrum hátíðum en þarna er það bara of hávær fyrir einhverfa[6] og það er þess vegna ekki hægt þarna að tala við einhvern á háu plani. Þetta vandamál hef ég ekki bara sjálfur heldur það er dæmigert fyrir karlmannlega einhverfa. Fyrir Kvenlega einhverfa er það vandamál ekki svo vont af því að konur eru oftast betri í samskiptum án orða og það gildir líka fyrir kvenlega einhverfa. Þær hafa einnig ávinninginn að vera ávarpaðar, anstæða karlmannlegra einhverfra. En margir kvenlegir einhverfir virðist draga sálsjúka menn galdlega að sér. Sambúðir sem verða til svona mistakast oftast í mjög vondum máta fyrir báða maka. Líka kvenlega einhverfa vantar mikilvæga félagslega hæfileika, nefnilega oftast sú að meta mögulegan maka nág vel.

En það eru mjög meiri ástæður til af hverju það getur verið erfitt fyrir manneskjur að finna maka sjálfar. Það geta verið meðal annars fatlanir (einhverfa er bara ein af þeim), geðsjúkdómar, vondar reynslur eða líka bara að búa á mjög afskekktum stað. Vandamál getur líka verið að hafa ekki nágan tíma fyrir að leita maka. Sérstaklega einstæðir foreldrar hafa það vandamál og þeir vantreysta einnig möguleikum mökum sem verða ekki bara að hæfa þeim heldur líka börnum þeirra. Sérstaklega netið er fullt af svikörum sem segjast vera einhleypir en eru í raun giftir og bara að leita að spennandi framhjáhaldi. Ég lýsti bara dæminu einhverfa ítarlegar því að ég er einhverfur sjálfur og hef þess vegna mikla reynslu um þetta þema.

 

Ávinningur giftingarmiðlara

Giftingarmiðlari sem ynni vel gæti sérstaklega hjálpað þeim manneskjum sem hafa vandamál að finna maka. Í bandaríkjunum[7] og Ísrael eru í raun giftingarmiðlara til sem hjálpa meðal annars fötluðum og einstæðum foreldrum að finna hæfilegan maka. Það kostar auðvitað eitthvað, í bandaríkjunum flest um tvö þúsund dollara. Giftingarmiðlarinn þarf auðvitað að lifa á einhverju og það ábyrgist líka að bara persónur fari til giftingarmiðlarans sem eru í raun að leita maka og ekki framhjáhalds.

Fyrst er persónulegt viðtal á milli giftingarmiðlarans og kúnna hennar[8] svo að hún geti kynnst honum vel. Hún talar við hann um áhugamál hans, hvernig möguleikir makar skyldu vera og koll af kolli. Á eftir færir hún gögnin hans í gagnabanka með gögnum allra kúnna hennar og leita í honum eftir hæfilegan maka fyrir hann. Sé hún búin að finna tvo kúnna sem gætu hæft sem makar býður hún þeim í persónulegan fund sem er leitt af henni. Með hyggnum spurningum sýnir hún kúnnunum vandamál sem gætu verið til í mögulegri sambúð á milli þeirra. Það geta verið meðal annars einhver dálæti, fyrri sambúðir sem mistókust, sálræn vandamál koll af kolli. Það er mikilvægt að þessar spurningar komi snemma í ljós svo að kúnnarnir geti ákveðið hvort sambúð á milli þeirra sé hægt eða ekki og svo að líkindin að sambúðin mistakist eftir einhverjum árum séu svo lág og það getur verið. Það er sjálfsagt líka mikilvægt að kúnnarnir séu ekki kynnt bara svartsýnt. Hérna verður giftingarmiðlarinn að halda jafnvæginu. En kúnni verður auðvitað líka að vera ekki of hégómlegur og að kunna að gagnrýna hann sálfan en ef maður getur það ekki er það varla hægt fyrir hann að lífa í sambúð.

Eftir viðtalið ákveða kúnnarnir hvort þeir vilji hafa ennþá samband eða ekki. Það er einnig hægt og líka líklega að kúnni kynnist mjög öðrum kúnnum áður en hann finnur hæfilegan maka. Kúnni þarf að hafa mikla biðlund og það getur tekið einhver ár en markið er allténd sambúð sem haldi fyrir rest lifsins.

Ég fann í netinu það brot heimildaþáttarins „Do You Believe in Love?“ sem þið getið horft á hérna[9]. Í þessum þætti er sýnt vinna ísraelska giftingarmiðlarans Tovu Shamsion í eitt ár. Hún  er sérfræðingur að miðla fötluðu fólki og hún segist meðal annars trúa ekki á ást. Það hljómar fyrst skrítið fyrir giftingarmiðlarann en er bara rögrétt ef maður hugsar um það tvisvar: Ef hún tryði á þessa rómantisku ást hvernig fólk í vestlægum löndum gerir þyrfti hún að leita annars starfs af því að hún þyrfti þá að halda að sérhver myndi finna sönnu ástina ef hann bíði bara nágan tíma. Í staðinn heldur hún að í góðri sambúð sé það mjög mikilvægra en ást að báðir makar séu sáttfúsar. Ég held að hún sé bara rétt[10].

Í þessu broti er Tova sýnt á meðan hún leiðir slikan fund af tveimur kúnnum hennar. Hérna og í öðrum brotum þessa heimildaþáttar getur maður séð að sumir af fötluðum sem eru miðlaðir af henni hefðu líklega ekki fundið neinn maka án hennar. Lifið er nág erfitt fyrir fatlað fólk, af hverju skyldi það auk þess að afsala sér sælli sambúð? En ekki bara fyrir fatlaða væru giftingarmiðlarar mikilvægir, heldur líka fyrir

  1. Einstæðir foreldrar: Eins og ég skrifaði fyrir ofan er það líka fyrir þá fýsilegt að finna góðan maka sem getur hjálpað honum að ala börnin upp.
  2. Fyrir manneskjur sem vilja ekki verða blindar vegna ástar. Líka fyrir maka sem eru nýastfangnir gæti fundur með giftingarmiðlara hjálpsamur að búa til stöðuga sambúð.
  3. Ef einhver er ástfanginn af einhverjum og veit ekki hvernig hann hafa samband með honum, gæti giftingarmiðlari líka hjálpað.
  4. Koll af kolli.

Ég vona að ég hafi getið sýnt að giftingarmiðlarar skyldu ekki bara vera til í Ísrael og Bandaríkjunum.

[1] http://www.visir.is/foreldrasamvinna-lagmarkar-skadleg-ahrif-skilnadar-a-born/article/2014140119986

[2] http://www.welt.de/politik/deutschland/article111470452/Die-Ehe-hat-nur-noch-eine-Fifty-fifty-Chance.html

[3] Mér finnst það mjög skrítið að fólk hugsaði einmitt í tíð sem það hugsaði mjög óskynsamlegra en í dag mjög skynsamlegra um þema hjónabandsins.

[4] Ég meina hérna bara rómantisku ástina og veit auövitað að meiri tegundir ástarinnar eru til. Ég skrifaði um þetta þema í greininni „um þróun ástarinnar“ sem er líka til á þessu bloggi.

[5] Ég skrifaði um hana í upphafi textans.

[6] Nema kannski þeir séu fullir. Ég held í raun að vín gæti svolítið hjálpað hérna en mér finnst vín og piss. Svo er það varla hjálp fyrir mig.

[7] Sjá líka þessa grein um giftingarmiðlara í bandarikjunum: http://www.nytimes.com/2007/09/30/fashion/weddings/30FIELD.html?pagewanted=1&ei=5087&em&en=2dc829b24a2e2e75&ex=1191297600&_r=0

[8] Ég held að hæfileikarnir sem maður þarf til þess að vera góður giftingarmiðlari séu mjög oftar til hjá konum en hjá mönnum.

[9] Bara ef einhver ykkar kann hebresku: Hérna er meðal annars það brott með hebreskum texta: https://www.youtube.com/watch?v=d4vzcZps-pE

[10] Þótt sambúð geti auðvitað líka ekki verið fullkomlega án ástar.

Über die Vorteile einer Heiratsvermittlerin

Jetzt habe ich endlich meine romantische Ader entdeckt, werdet ihr sicher denken. In diesem Artikel soll es nämlich hauptsächlich um einen Weg gehen, wie in der heutigen Zeit Ehen oder eheähnliche Beziehungen (im Folgenden einfach nur „Partnerschaft“ genannt) zustande kommen können, welche für beide Seiten erfüllend seien und nach Möglichkeit ein Leben lang halten. Dass dies nicht selbstverständlich ist, beweist in Deutschland z.B. eine Scheidungsquote von knapp fünfzig Prozent[1].  Dieses Thema hat nämlich bei weitem nicht nur mit Romantik und Liebe zu tun – es ist ein großer Fehler der heutigen westlichen Kultur, davon auszugehen. Ich werde daher zunächst allgemein etwas über Arten der Partnerfindung und dabei auftretende Probleme schreiben, bevor es dann darum geht, wie Heiratsvermittlerinnen[2] diese Probleme lösen könnten.

Eine kleine Anmerkung noch: Da ich es aus stilistischen Gründen ablehne, zu „gendern“, kann eine unter dem männlichen Grundbegriff bezeichnete Person in diesem Text – Partner z.B. -immer auch weiblich sein. Die weibliche Form dieser Begriffe, in diesem Falle Partnerin(nen), wird hier nur verwendet, wenn es wirklich ausschließlich um Frauen geht[3].

 

Arten der Partnerfindung und mögliche Probleme dabei

In früheren Zeiten – in nichtwestlichen Kulturen ist dies teilweise bis heute so – bestimmten die Familien sowie teilweise auch professionelle Heiratsvermittler die Ehepartner ihrer Kinder, die nur begrenzt die Möglichkeit hatten, sich ihren Ehepartner auszusuchen – wenn überhaupt. Ganz ohne Ehepartner zu bleiben, war unüblich bis unvorstellbar und der gesellschaftliche Druck zur Heirat groß. Man misstraute aber einem so irrationalen Gefühl wie der Liebe und wollte Ehen lieber rational planen – zum Wohle für alle Beteiligten[4], denn es war auch für die Eltern sehr wichtig, geeignete Ehepartner für ihre Kinder zu finden – häufig auch aus finanziellen Gründen.

Heute hingegen ist die Partnersuche eine rein individuelle Angelegenheit und der einzige Grund für die Wahl des Partners ist meist der, in ihn verliebt zu sein. Findet man die (vermeintlich) große Liebe, welche natürlich auch erst mal erwidert werden muss, nicht, bleibt man eben Single oder versucht, seinem Glück in Single-Foren im Internet ein wenig nachzuhelfen. Auch dies ist in der heutigen Zeit ebenso wenig ein Problem, wie unverheiratet zusammenzuleben. Diese Entwicklung hat sowohl Vor- als auch Nachteile. Es ist erst einmal gut, wenn man selbst entscheiden kann, ob, und wenn ja, mit wem man zusammenleben wolle. Blöd ist aber, wenn die Wahl ausschließlich nach einem so irrationalen und unbeständigen Gefühl wie Liebe[5] getroffen wird. Die Menschen mögen sich früher in vielen Dingen geirrt haben, aber sie hatten eindeutig Recht mit ihrer Skepsis der romantischen Liebe gegenüber. Liebe befähigt meist nicht unbedingt dazu, rational zu denken[6]. Sie ist am Anfang nicht mehr als eine besonders starke Form sexuellen Verlangens. Natürlich kann sich daraus die Liebe entwickeln, welche für eine stabile und glückliche Partnerschaft notwendig ist, aber das muss eben längst nicht immer der Fall sein. In Deutschland werden, wie bereits erwähnt, derzeit knapp fünfzig Prozent aller Ehen geschieden und wer weiß, wie viele Ehepartner den Scheidungsantrag nur der Kosten wegen scheuen. Dies zeigt eindeutig, dass mit dem heutigen Modell von Partnerschaft etwas nicht stimmt. Nur, weil ich in eine Frau verliebt bin, heißt das noch lange nicht, dass sie als Partnerin für mich in Frage käme.

Es gibt aber noch etwas, was in der heutigen Zeit hinsichtlich Partnerschaften falsch läuft: Viele Menschen, darunter auch meine Wenigkeit, sind kaum dazu in der Lage, sich selbstständig einen Lebenspartner zu suchen. Ich als Autist z.B. verstehe kaum etwas von ungeschriebenen sozialen Regeln und nonverbaler Kommunikation. Es hat sich im Laufe meines Lebens oft gezeigt, dass meine Vorstellungen über das Zustandekommen von Beziehungen in vielerlei Hinsicht komplett falsch und naiv gewesen sind. Bei der individuellen Partnersuche übernimmt meist der Mann die aktive Rolle und es wirkt sich daher alles andere als günstig aus, wenn Mann keine Ahnung hat, wie Mann sich einer Frau auf sozial akzeptable Art und Weise nähern kann. Außerdem lernen sich potentielle Partner heutzutage meist auf Partys und anderen festlichen Anlässen kennen, auf welchen es unsereins aber eindeutig zu laut ist und welche wir daher meiden[7]. Selbst, wenn wir uns auf ihnen aufhalten, sind wir nur gestresst und meist nicht dazu in der Lage, soziale Kontakte auf hohem Niveau zu knüpfen. Dieses Problem habe ich nicht allein, es ist typisch für männliche Autisten. Bei weiblichen Autisten stellt sich dieses Problem weniger gravierend, da Frauen zum einen kommunikativer sind als Männer und Autistinnen da meist keine Ausnahme machen. Zum anderen haben sie im Unterschied zu männlichen Autisten den Vorteil, erobert zu werden. Allerdings scheinen viele weibliche Autisten psychisch kranke Männer magisch anzuziehen. Daraus resultierende Beziehungen scheitern in der Regel und sind mit Erfahrungen verknüpft, auf welche Frau eigentlich ganz gut verzichten kann. Auch weiblichen Autisten fehlen eben grundlegende soziale Fähigkeiten, u.a. häufig die, den potentiellen Partner genau genug einzuschätzen.

Es gibt aber auch zahlreiche weitere Gründe dafür, warum Menschen nicht in der Lage sind, sich selbständig auf Partnersuche zu begeben. Dies sind u.a. bestimmte Behinderungen (Autismus ist nur eine davon), psychische Erkrankungen, traumatische Erfahrungen in der Kindheit, aber auch das Leben an einem sehr abgelegenen Ort oder, gerade bei alleinerziehenden Elternteilen, schlicht der Mangel an Zeit und auch das Misstrauen potentiellen Partnern gegenüber, die ja nicht nur gut zu ihnen selbst, sondern auch zu den schon vorhandenen Kindern passen müssen. Gerade in Single-Foren wimmelt es aber nur so von Betrügern, die z.B. vorgeben, Single zu sein, in Wahrheit aber verheiratet sind und nur auf der Suche nach einem kleinen Abenteuer. Auf das Beispiel Autismus bin ich nur eingegangen, weil es mich persönlich besonders betrifft und ich daher darüber am meisten sagen kann.

 

Vorteile einer Heiratsvermittlerin

Eine Heiratsvermittlerin, die ihre Arbeit wirklich gut machte, könnte vor allem jenen Menschen, die Probleme bei der individuellen Partnersuche haben, helfen.  In den USA[8] und Israel gibt es tatsächlich Heiratsvermittler, die u.a. Behinderten und Alleinerziehenden bei der Partnerschaftssuche helfen. Das kostet erst einmal eine nicht unerhebliche Summe Geldes. In den USA sind das meist ca. zweitausend Dollar, in Einzelfällen auch deutlich mehr. Zum einen muss die Heiratsvermittlerin ja auch von irgendetwas leben und zum anderen garantiert das, dass wirklich nur solche Menschen das Angebot annehmen, die wirklich auf der Suche nach einer Partnerschaft sind und nicht etwa nach aufregenden, sexuellen Seitensprüngen.

Es folgt anschließend ein persönliches Gespräch mit der Heiratsvermittlerin, damit diese sich einen persönlichen Eindruck vom jeweiligen Kunden machen könne. In diesem Gespräch geht es um seine Hobbys, dem, was ihm an einem potentiellen Partner wichtig wäre etc. Anschließend nimmt die Heiratsvermittlerin die Daten des Kunden in ihre Datenbank auf und durchsucht selbige daraufhin nach passenden Kandidaten. Hat sie zwei Kandidaten gefunden, die zueinander passen könnten, lädt sie beide zu einem persönlichen Gespräch unter ihrer Aufsicht ein. Durch eine geschickte Gesprächsführung lenkt sie die Aufmerksamkeit der Kandidaten auf mögliche Probleme einer Partnerschaft zwischen ihnen. Dabei kann es sich um ungewöhnliche Vorlieben handeln, gescheiterte Beziehungen, welche noch nicht ganz verwunden sind, psychische Probleme etc. etc. Es ist wichtig, dass derartige Dinge möglichst früh auf den Tisch kommen, um die Gefahr eines späteren Scheiterns der Beziehung so gering wie nur irgend möglich zu halten. Natürlich dürfen die potentiellen Partner einander auch nicht ausschließlich im „allerschwärzesten“ Lichte vorgestellt werden. Hier muss die Heiratsvermittlerin die Balance halten können. Gleichzeitig darf man als Kunde da natürlich auch nicht allzu eitel sein und sollte einen Blick auch für seine eigenen Fehler haben, aber das ist sowieso eine grundlegende Voraussetzung für eine gute Partnerschaft.

Nach dem Gespräch entscheiden sich die Kandidaten, ob sie weitere Gespräche wollen oder eben nicht. Es kann durchaus sein und ist sogar wahrscheinlich, dass weit mehr als ein Versuch notwendig sei, bis ein Kandidat endlich glücklich vergeben ist und man muss als Kunde dabei natürlich viel Geduld mitbringen. Dabei können sicherlich einige Jahre ins Land gehen, aber schließlich geht es um eine Beziehung, welche ein Leben lang halten soll.

Ich bin im Internet, u.a. dank der Hilfe eines Kommilitonen, auf einen Ausschnitt des Dokumentarfilms „Do You Beliefe in Love“ gestoßen, welchen ihr hier auch sehen könnt[9]. In dieser Doku wird die Arbeit der israelischen Heiratsvermittlerin Tova Shamsion ein Jahr lang begleitet. Sie sagt u.a., nicht an Liebe zu glauben, was angesichts ihres Berufs erst einmal komisch klingt. Aber wenn sie wirklich an die romantische Liebe so glaubte, wie das in der westlichen Kultur der Fall ist, müsste sie sich wohl einen anderen Beruf suchen, weil sie dann glauben müsste, es fände sich mit der Zeit schon von allein für jeden die wahre Liebe. Stattdessen legt sie unbedingt Wert auf die Feststellung, dass in einer funktionierenden Partnerschaft Kompromisse auf beiden Seiten viel wichtiger seien, als Liebe, womit sie meiner Meinung nach unbedingt Recht hat[10].

Im Trailer sieht man Tova bei einem solchen ersten persönlichen Gespräch. Auch an anderen auf Youtube verfügbaren Ausschnitten der Doku wird auch deutlich, dass einige der von ihr vermittelten Behinderten ohne sie wohl niemals einen Partner gefunden hätten. Als behinderter Mensch hat man sein Leben lang schon mit genügend Einschränkungen zu kämpfen, warum sollte man da auch noch aufs Glück einer lebenslangen Partnerschaft verzichten müssen?

Aber nicht nur für Behinderte wären Heiratsvermittler wichtig. Wie bereits oben angedeutet, ist es auch für Alleinerziehende wünschenswert, einen neuen Partner zu bekommen, der nicht nur mit dem übriggebliebenen Elternteil, sondern auch mit den Kindern gut zurechtkomme. Abgesehen davon können Heiratsvermittler aber für jeden eine Unterstützung sein, der sich von der Liebe nicht ganz blind machen lassen möchte. Auch frisch verliebte Paare könnten unter Umständen ungemein von einem Gespräch mit einer Heiratsvermittlerin profitieren. Eine Heiratsvermittlerin könnte auch helfen, wenn jemand zwar einen Kandidaten für eine Partnerschaft im Auge hat, aber nicht weiß, wie er mit diesem in Kontakt treten soll. Es wäre weiterhin natürlich auch naheliegend, die Berufe des Paartherapeuten und der Heiratsvermittlerin miteinander zu vereinen. Der Möglichkeiten gibt es sicherlich noch viele weitere. Ich hoffe, es ist klar geworden, dass es Heiratsvermittler nicht nur in Israel und den USA geben sollte.

Karl Hollerung

[1] http://www.welt.de/politik/deutschland/article111470452/Die-Ehe-hat-nur-noch-eine-Fifty-fifty-Chance.html

[2] Für diese Arbeit eignen sich Frauen meines Erachtens im Durchschnitt wesentlich besser als Männer, da dafür ein hohes Maß an Einfühlungsvermögen nötig ist, welches bei Frauen im Durchschnitt einfach mal sehr viel stärker ausgeprägt ist. Daher werde ich im Folgenden die weibliche Form verwenden.

[3] Ich persönlich würde die Einführung eines kollektiven Neutrums für solche Fälle begrüßen, aber ein solches ist in der deutschen Sprache nun einmal nicht vorhanden und „der Partner/die Partnerin“ zu schreiben, sieht einfach nur scheiße aus.

[4] Und dies in Zeiten, in welchen Menschen allgemein viel irrationaler dachten, als dies heute der Fall ist. Irgendwie faszinierend…

[5] Hier ist die partnerschaftliche Liebe gemeint, welche natürlich nicht die einzige Art der Liebe ist. Ich habe mich darüber im Artikel „über die Evolution der Liebe“, welcher ebenfalls auf diesem Blog zu finden ist, ausführlicher ausgelassen.

[6] Es heißt nicht ohne Grund, dass Liebe blind mache.

[7] Ein Mittel dagegen könnte Alkohol sein, so ketzerisch sich das erstmal auch anhöre. Er scheint zu bewirken, dass Autisten mit den Reizüberflutungen auf Partys besser umgehen können. Aber nicht für jeden Autisten ist Alkohol geeignet. Ich persönlich finde den Gedanken unerträglich, dabei die Kontrolle über mich selbst und meinen Verstand zu verlieren, außerdem finde ich den Geschmack von Alkohol einfach widerlich.

[8] Siehe hierzu: http://www.nytimes.com/2007/09/30/fashion/weddings/30FIELD.html?pagewanted=1&ei=5087&em&en=2dc829b24a2e2e75&ex=1191297600&_r=0

[9] Für diejenigen unter euch, die Hebräisch können, gibt es auch einen erweiterten Ausschnitt der Doku mit hebräischen Untertiteln, in welcher dieses Gespräch aber ebenfalls vorkommt: https://www.youtube.com/watch?v=d4vzcZps-pE

[10] Auch wenn es ohne ein gewisses Maß an Liebe natürlich auch keine erfüllte Partnerschaft geben kann.

Karl Hollerung

[1] Für diese Arbeit eignen sich Frauen meines Erachtens im Durchschnitt wesentlich besser als Männer, da dafür ein hohes Maß an Einfühlungsvermögen nötig ist, welches bei Frauen im Durchschnitt einfach mal sehr viel stärker ausgeprägt ist. Daher werde ich im Folgenden die weibliche Form verwenden.

[2] Ich persönlich würde die Einführung eines kollektiven Neutrums für solche Fälle begrüßen, aber ein solches ist in der deutschen Sprache nun einmal nicht vorhanden und „der Partner/die Partnerin“ zu schreiben, sieht einfach nur scheiße aus.

[3] Und dies in Zeiten, in welchen Menschen allgemein viel irrationaler dachten, als dies heute der Fall ist. Irgendwie faszinierend…

[4] Hier ist die partnerschaftliche Liebe gemeint, welche natürlich nicht die einzige Art der Liebe ist. Ich habe mich darüber im Artikel „über die Evolution der Liebe“, welcher ebenfalls auf diesem Blog zu finden ist, ausführlicher ausgelassen.

[5] Es heißt nicht ohne Grund, dass Liebe blind mache.

[6] http://www.welt.de/politik/deutschland/article111470452/Die-Ehe-hat-nur-noch-eine-Fifty-fifty-Chance.html

[7] Ein Mittel dagegen könnte Alkohol sein, so ketzerisch sich das erstmal auch anhöre. Er scheint zu bewirken, dass Autisten mit den Reizüberflutungen auf Partys besser umgehen können. Aber nicht für jeden Autisten ist Alkohol geeignet. Ich persönlich finde den Gedanken unerträglich, dabei die Kontrolle über mich selbst und meinen Verstand zu verlieren, außerdem finde ich den Geschmack von Alkohol einfach widerlich.

[8] Siehe hierzu: http://www.nytimes.com/2007/09/30/fashion/weddings/30FIELD.html?pagewanted=1&ei=5087&em&en=2dc829b24a2e2e75&ex=1191297600&_r=0

[9] Für diejenigen unter euch, die Hebräisch können, gibt es auch einen erweiterten Ausschnitt der Doku mit hebräischen Untertiteln, in welcher dieses Gespräch aber ebenfalls vorkommt: https://www.youtube.com/watch?v=d4vzcZps-pE

[10] Auch wenn es ohne ein gewisses Maß an Liebe natürlich auch keine erfüllte Partnerschaft geben kann.